Johann Allacher

Der Knochentandler

 

Inhalt

Erik „Erki“ Neubauer ist zurück. Der Wiener Bummelstudent ist, im wahrsten Sinne des Wortes, noch immer ein Antiheld wie er im Buche steht. Nachdem er dem Alkohol nach seinem ersten Abenteuer eine Zeit lang untreu war und er der Liebe verfallen ist, schafft er es nicht, sich dem „Tschecherl“, seiner Stammkneipe, zu entziehen. Es zieht ihn einfach magisch dort hin. Und eines ist ja mal klar: Wer ins Tschecherl geht, kommt nüchtern sicher nicht heraus. So auch Erki, der nur kurz bei der Geburtstagsfeier seines besten Freundes Jirschi Nemecek vorbeischauen wollte, und am nächsten Tag „restfett“ (also immer noch besoffen) in seinem Bett aufwacht. Seine Erinnerung an den vergangenen Abend lässt wieder einmal zu wünschen übrig und die Tatsache, dass er nicht allein in seinem Bett aufwacht, macht die Sache auch nicht besser. Es sieht fast so aus, als wäre Erki schon wieder in Sachen geschlittert, die anderen einfach nicht passieren. Der Totenkopf in seinem Bett kann ja nicht von alleine dorthin gekommen sein. Als nicht unweit vom Tschecherl auch noch eine Leiche gefunden wird, ist das Chaos perfekt. Nur was hat Erki mit dem Ganzen zu tun?

 

Meinung

Es lebe der Zentralfriedhof und es lebe Johann Allacher. Beide schaffen es in diesem Buch zu begeistern. Beide sind so typisch von Wien, der Stadt, von der man sagt, der Tod wäre in ihr zu Hause. Wahrscheinlich stimmt das sogar und noch wahrscheinlicher ist der Tod ein außerordentlich zynischer Hund, weil er schon wieder den Erki in einen Probelmstrudel stürzt, der ihm, so schnell kann er gar nicht „noch ein Bier“ sagen, über den Kopf wächst. Allacher kennt Wien und er kann saugut schreiben. Manchmal blinzelt sein Humor einfach nur dezent zwischen den Zeilen hervor, manchmal prescht er knüppeldick in den Vordergrund. Man hat den Anschein, dass es im Knochentandler in erster Linie gar nicht nur um die Geschichte geht. Es geht um das Leben in Wien, es geht um die Figuren, die jeder kennt, der in der österreichischen Hauptstadt schon einmal eine Beisltour gemacht und sich nicht hinter seinem 16er-Blech versteckt hat. Allacher hat Wien im Blut und sein zweites Buch ist große österreichische Unterhaltungsliteratur! Leiwand, sehr leiwand!

 

Info

Allacher, Johann: Der Knochentandler. Krimi. Erschienen 2018 im Emons Verlag. 256 Seiten. (max)

ISBN: 978-3740802783

ASIN: B078JXB49D

EAN: 9783960413233

10 von 10 Höllenfeuerchen

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Weitere Bücher von Johann Allacher:

Johann Allacher

Der Watschenmann

 

Bummelstudent Erik »Erki« Neubauer verbringt den größten Teil seiner Zeit in den Lokalen und Beisln Wiens. Dort ist er für seine Trinkfestigkeit genauso bekannt wie für seine frechen nächtlichen »Schandtaten«. Aus Spaß wird Ernst, als das Opfer eines seiner Streiche tot aufgefunden wird. Von Kriminellen und Polizei gejagt, hetzt Erki durch die Stadt. Auf seiner Flucht kommt er nicht nur einer jungen Wissenschaftlerin näher, sondern auch einem im Wasser verborgenen Geheimnis, mit dem sich eines der drängendsten Probleme der Menschheit lösen ließe.

 

Info

Allacher, Johann: Der Watschenmann. Kriminalroman. Erschienen 2016 im Emons Verlag. 272 Seiten.

ISBN: 978-3-9545-1953-8

ASIN: B01G5H86SE

EAN: 9783960410768