Kazuo Ishiguro

Mein 20. Jahrhundert und andere kleine Erkenntnisse

 

Inhalt

Kazuo Ishiguro hat 2017 den Nobelpreis für Literatur erhalten. Bei seiner nun jetzt auch veröffentlichten Nobelpreisrede zeigt uns der japanische Autor auf sehr persönliche Art und Weise die verschiedenen Stationen seiner Laufbahn als Schriftsteller. Sein Verhältnis zu seinem Heimatland Japan war von jeher gespalten. Ihn haben die unterschiedlichsten, internationalen Einflüsse aus Literatur, Musik und Film zum jenem hervorragenden Geschichtenerzähler gemacht, der er heute ist. In seiner Rede stellt er außerdem die für ihn zentrale Frage, was Literatur angesichts der globalen gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahrzehnte leisten kann, ja leisten muss. Es zeigt sich wieder einmal: Literaten sollten mehr Mitsprache haben!

 

Meinung

Ein kleines aber sehr feines Büchlein hat der Blessing Verlag da produziert. Die Worte von Kazuo Ishiguro sind nicht nur informativ und sehr persönlich, sie gehen auch nicht leidenschaftlichen Leserinnen und Lesern unter die Haut. Aus japanischer Sicht war Ishiguro ein Revoluzzer, der mit den Traditionen in seiner Heimat nichts anzufangen wusste. Er wurde von anderen kulturellen Strömungen wie den Beatles, Bob Dylan und sogar, wie er sagt, dem Fußball der holländischen Nationalelf der 70er Jahre inspiriert. In Europa, genauer gesagt in England, fand er seine literarische Heimat. Er spricht die Herausforderungen an, die von technischer und gesellschaftlicher Seite auf uns zu kommen und er ist der richtigen Meinung, dass auch die Literatur über „die Komfortzonen der Erste-Welt-Elite“ hinaus wachsen sollte. Gut gesprochen, Mr. Ishiguro!

 

Info

Ishiguro, Kazuo: Mein 20. Jahrhundert und andere Erkenntnisse. Vorlesung zur Verleihung des Nobelpreises für Literatur 2017. Erschienen 2018 im Blessing Verlag. 48 Seiten.

ISBN: 978-3-8966-7639-9

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