Joachim Meyerhoff

Die Zweisamkeit der Einzelgänger

 

Inhalt

Nach seiner Kindheit auf dem Anstaltsgelände einer riesigen Psychiatrie, einem eigenartigen Austauschjahr in Wyoming und seiner Zeit als Schüler der Otto Falckenberg Schule präsentiert der bekannte Burgschauspieler mit Die Zweisamkeit der Einzelgänger den vierten und angeblich letzten Teil seiner Alle Toten fliegen hoch-Reihe. Mit Schonungsloser Ehrlichkeit berichtet Meyerhoff von seiner Zeit als schlaksiger und nicht gerade von Erfolg gekrönter Jungschauspieler. Er ist ein Suchender, der schließlich findet und das gleich dreifach. Die Liebe zu einer hochintelligenten aber durchgeknallten Studentin, die Leidenschaft für eine rassige Tänzerin, die zu Exzessen neigt und die absurd prickelnde Freundschaft zu einer drallen Bäckerin zerreiben den jungen Joachim, in einer Periode, in der er sich eigentlich um seine Bühnenkarriere kümmern sollte. Oder doch nicht?

 

Meinung

Joachim Meyerhoff hat offensichtlich ein Drogenproblem. Seine Droge ist die Sprache, seinen Kick bekommt er durch unter die Haut kriechende Metaphern, durch Beschreibungen die ihresgleichen suchen und durch überspitzte Momente, die von ihm verfasst und auf Papier gebracht nichts an Aussagekraft verlieren. Auch wenn die Protagonisten nicht immer uneingeschränkte Sympathieträger sind, das Buch hat unsere 100-prozentige Zuneigung verdient. Es ist ein Emotionsfischer und angelt sich unsere Gefühle beim Lesen, ohne das man es gleich merkt. Meyerhoff kann lustig, tragisch und unappetitlich schreiben und alles davon ist pure Lesensfreude. Ein Buch für Bibliophile, ein Buch für uns. Ganz feine Ware!

 

Info

Meyerhoff, Jaochim: Die Zweisamkeit der Einzelgänger. Roman. Erschienen 2017 im Kiepenheuer & Witsch Verlag. 416 Seiten. (max)

ISBN: 978-3-4620-4944-2

10 von 10 Höllenfeuerchen

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Weitere Bücher von Joachim Meyerhoff:

Joachim Meyerhoff

Amerika

 

Der äußerst unterhaltsame Aufbruch eines Jungen ins Leben:
Von der ersten Seite an folgt der Leser gebannt Meyerhoffs jugendlichem Helden, der sich aufmacht, einen der begehrten Plätze in einer amerikanischen Gastfamilie zu ergattern. Aber schon beim Auswahlgespräch in Hamburg werden ihm die Unterschiede zu den weltläufigen Großstadt-Jugendlichen schmerzlich bewusst. Konsequent gibt er sich im alles entscheidenden Fragebogen als genügsamer, naturbegeisterter und streng religiöser Kleinstädter aus – und findet sich bald darauf in Laramie, Wyoming, wieder, mit Blick auf die Prärie, Pferde und die Rocky Mountains.
Der drohende Kulturschock bleibt erst mal aus, der Stundenplan ist abwechslungsreich, die Basketballsaison steht bevor, doch dann reißt ein Anruf aus der Heimat ihn wieder zurück in seine Familie nach Norddeutschland – und in eine Trauer, der er nur mit einem erneuten Aufbruch nach Amerika begegnen kann. Mit diesem hochgelobten Debüt eröffnet Joachim Meyerhoff eine große Romantrilogie.

 

Meyerhoff, Joachim: Amerika – Alle Toten fliegen hoch, Band 1. Roman. Erschienen 2016 im Kiwi Verlag, 336 Seiten.

ISBN: 978-3-4620-4436-2


Joachim Meyerhoff

Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war?

 

Zu Hause in der Psychiatrie – das kommt davon:
Der junge Held in Meyerhoffs zweitem Roman wächst zwischen Hunderten von Verrückten als jüngster Sohn des Direktors einer Kinder- und Jugendpsychiatrie auf – und mag es sogar sehr. Mit zwei Brüdern und einer Mutter, die den Alltag stemmt – und einem Vater, der in der Theorie glänzt, in der Praxis aber stets versagt. Wer schafft es sonst, den Vorsatz, sich mehr zu bewegen, gleich mit einer Bänderdehnung zu bezahlen und die teuren Laufschuhe nie wieder anzuziehen? Oder bei Flaute mit dem Segelboot in Seenot zu geraten und vorher noch den Sohn über Bord zu werfen?
Am Ende ist es aber wieder der Tod, der den Glutkern dieses Romans bildet, der Verlust, der nicht wieder gutzumachen ist, die Sehnsucht, die bleibt – und die Erinnerung, die zum Glück unfassbar pralle, lebendige und komische Geschichten hervorbringt.

 

Meyerhoff, Joachim: Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war – Alle Toten fliegen hoch, Band 2, Erschienen 2015 im Kiwi Verlag, 352 Seiten.

ISBN: 978-3-4620-4681-6


Joachim Meyerhoff

Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

 

Von einem, der auszog, Schauspieler zu werden – und bei den Großeltern einzieht:
Mit Anfang zwanzig geschieht dem Erzähler in Joachim Meyerhoffs drittem Roman das Unerwartete: Er wird auf der Schauspielschule in München angenommen und zieht in die großbürgerliche Villa seiner Großeltern. Die Tage der ehemaligen Schauspielerin und des emeritierten Professors für Philosophie sind durch abenteuerliche Rituale strukturiert, bei denen Alkohol eine nicht unwesentliche Rolle spielt. Der Erzähler wird zum Wanderer zwischen den Welten. Tagsüber an der Schauspielschule systematisch in seine Einzelteile zerlegt, ertränkt er abends seine Verwirrung auf dem opulenten Sofa in Rotwein. Doch ihm entgeht nicht, dass auch die Großeltern gegen eine große Leere ankämpfen, während er auf der Bühne sein Innerstes nach außen kehren soll und dabei fast immer grandios versagt.

 

Meyerhoff, Joachim: Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke – Alle Toten fliegen hoch, Band 3, Erschienen 2017 im Kiwi Verlag, 352 Seiten.

ISBN: 978-3-4620-5034-9