Claus Leggewie

Europa zuerst!

 

Inhalt

Claus Leggewie kann es nicht verheimlichen: Er ist leidenschaftlicher Europäer, auch wenn er mit dem Europa der Gegenwart nicht ganz zufrieden ist. Da geht noch was, meint er. Was genau, das beschreibt er in seinem durchaus optimistischen Aufruf gleich auf mehreren Ebenen. Er bezieht sich auf die Wahlerfolge der rechtspopulistischen Parteien in einigen Ländern der EU, will sich damit aber so gar nicht abfinden. Für den bekannten Politikwissenschafter muss sich Europa zwar nicht neu erfinden, aber ein großes Service, samt Tausch einiger veralteter Teile wäre dringend notwendig. Er spricht von einem stärker verbundenen Europa, einem Europa der Regionen, von einer Energieunion und einer Union der aufgeklärten, engagierten Bürgerinnen und Bürger.

 

Meinung

Die EU war schon mal beliebter, soviel steht fest. Man könnte fast glauben die PR-Abteilung der Union hätte Betriebsurlaub, denn die pro-nationalstaatlichen Unkenrufe, die sich leider auch in den Wahlergebnissen widerspiegeln, werden nicht weniger sondern mehr. Da braucht es Leute wie Leggewie. Schon im ersten Satz des Buches schreibt er Klartext, wenn er von der Notwendigkeit einer gemeinsamen europäischen Unabhängigkeitserklärung spricht. Seine Überzeugung erörtert er fachlich äußerst fundiert auf den nächsten rund 300 Seiten. Leggewie wünscht sich dabei allerdings alles andere als ein Europa der Eliten. Er ist überzeugt, dass die Krise der Union nur durch die Initiativen selbstbewusster Europäerinnen und Europäern überstanden werden kann. In diesem Sinne, sollten vor allem EU-Kritiker seinen Argumenten lauschen. Mit diesem Buch kriegt man Lust auf Europa, Lust sich selbst zu engagieren und dem Rechtspopulismus eine Absage zu erteilen.

 

Info

Leggewie, Claus: Europa zuerst! Eine Unabhängigkeitserklärung. Politik. Erschienen 2017 im Ullstein Verlag. 320 Seiten. (max)

ISBN: 978-3-5500-5017-6

10 von 10 Höllenfeuerchen

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Weitere Bücher von Claus Leggewie:

Claus Leggewie, Patrizia Nanz

Die Konsultative

 

Not in my backyard versus Mitsprache für alle. Nur mit der Weisheit der Vielen können die drängenden Fragen der Zukunft gelöst werden. Die vierte Gewalt, die Konsultative, ist ihr Sprachrohr. Unsere Demokratie wird nicht mehr ohne sie auskommen können. Demokratie in der Krise? Politikverdrossenheit allerorten? Verhöhnung und Wut der Bürger wie bei Stuttgart21? Das ist nur die eine Seite der Medaille. Auf der anderen fordern immer mehr Bürger Mitspracherechte und Gestaltungsmacht. Großprojekte wie die Energiewende bedürfen der Unterstützung aller, und dazu müssen auch tatsächlich alle im Vorhinein einbezogen werden. An vielen Orten beratschlagen engagierte Bürger nun zum Beispiel über den Trassenverlauf von Stromleitungen. Noch viel zu selten, aber immer häufiger findet eine breite und tiefgehende Konsultation der Bürgerschaft statt, bevor Gesetze entwickelt und beschlossen werden. Wir sind mittendrin in der Beteiligungsrevolution. Patrizia Nanz und Claus Leggewie, leidenschaftliche Streiter für Partizipation und die Demokratisierung der Demokratie, fordern die Institutionalisierung von Zukunftsräten, ein flächendeckendes Netz konsultativer Gremien von der lokalen bis zur europäischen Ebene. Sie haben mit diesem Konzept nicht nur ein wegweisendes Modell entwickelt, sondern unterstützen längst Bürger aktiv dabei, sich politische Handlungsspielräume zurückzuerobern. Gemeinsam erarbeiten sie praktikable Lösungsvorschläge für aktuelle Fragen wie die Unterbringung von Geflüchteten oder jahrzehntelang schwelende Konflikte wie den um die Endlagerung von Atommüll.

 

Info

Leggewie, Claus/ Nanz, Patrizia: Die Konsultative: Mehr Demokratie durch Bürgerbeteiligung. Erschienen 2016 im Verlag Klaus Wagenbach. 112 Seiten.

ISBN: 978-3-8031-2749-5


Claus Leggewie

Anti-Europäer

 

Die Griechenland-Krise und die mangelnde Handlungsbereitschaft im Umgang mit den Flüchtlingen haben nachdrücklich gezeigt, dass es um die Europäische Union derzeit nicht allzu gut bestellt ist. Parallel zu diesen internen Problemen mehren sich Stimmen unterschiedlichster Provenienz, die Europa attackieren und europäische Werte infrage stellen: Identitäre wie der Massenmörder Anders Breivik, Dschihadisten wie der Syrer Abu Musab al-Suri, »Eurasier« wie der Putin-Berater Alexander Dugin, illiberale Demokraten à la Viktor Orbán, aber auch einige Linkspopulisten am Rande von Syriza und Podemos. Claus Leggewie porträtiert Wortführer und politische Unternehmer, die unabhängig voneinander, aber oft in ungewollter Komplizenschaft die »Festung Europa« schleifen wollen. Er erklärt, woher sie kommen, welche Pläne sie verfolgen und welche Mächtigen sie unterstützen. Und er fordert dazu auf, sich endlich politisch mit ihnen auseinanderzusetzen.

 

Info

Leggewie, Claus: Anti-Europäer: Breivik, Dugin, al-Suri 6 Co.. Erschienen 2016 im Suhrcamp Verlag. 176 Seiten.

ISBN: 978-3-5180-7145-8


Claus Leggewie, Harald Welzer

Das Ende der Welt, wie wir sie kannten

 

Über Klimakultur und die Erneuerung der Demokratie. Finanz- und Wirtschaftskrise, Klimawandel, schwindende Ressourcen und der Raubbau an der Zukunft der kommenden Generationen bilden einen beispiellosen sozialen Sprengstoff. Die Analyse der sich auftürmenden Krisen zeigt, wie Demokratien dabei unter die Räder kommen, wenn sie nicht radikal erneuert werden und den Weg aus der Leitkultur der Verschwendung finden.

 

Info

Leggewie, Claus/ Welzer, Harald: Das Ende der Welt, wie wir sie kannten: Klima, Zukunft und die Chancen der Demokratie. Erschienen 2011 im Fischer Taschenbuch Verlag. 288 Seiten.

ISBN: 978-3-5961-8518-4

 


Claus Leggewie

50 Jahre ´68

 

Das Attentat auf Rudi Dutschke, die Studentenproteste, der Vietnamkrieg – das Stichwort ’68 löst unmittelbar Assoziationen aus. Im Nachhinein wurde eine ganze Generation danach benannt. Während Städte wie Berlin und Frankfurt eng mit der 68er-Bewegung verbunden sind, wird Köln in diesem Zusammenhang kaum je erwähnt. »Paris brennt – Köln pennt«, klagte gar ein 68er-Graffiti auf einer Hauswand. Aber war da wirklich nichts? Der renommierte Politologe Claus Leggewie nimmt sich nun dieser Frage an und kommt zu einem ganz anderen Ergebnis: Straßenblockaden, Notstandsproteste, Rektoratsbesetzung – in Köln brodelte es schon lange vor der Mai-Revolte von 1968. Die Stadt brachte dabei einige interessante Besonderheiten hervor.
In seinem Text verbindet Leggewie Recherche und Analyse mit persönlichen Erfahrungen: Er hat die Proteste als Student miterlebt und bezeichnet sich selbst als Achtundsechziger. Im Rückblick von 50 Jahren füllt sein kompaktes und anschaulich geschriebenes Buch eine Forschungslücke.

 

Info

Leggewie, Claus: 50 Jahre ´68: Köln und seine Protestgeschichte. Erschienen 2018 im Greven Verlag. 80 Seiten.

ISBN: 978-3-7743-0693-6


Claus Leggewie
André Gorz und die zweite Linke

 

Der lange Brief von André Gorz an seine Frau Dorine kurz vor ihrem gemeinsamen Freitod machte ihn schlagartig weltberühmt. Seine hingegen weitgehend in Vergessenheit geratenen politischen Analysen sind in den gegenwärtigen politischen und ökonomischen Krisen gerade heute unverzichtbar. Als Kritiker des Kapitalismus und der Wachstumsideologie, Vordenker einer politischen Ökologie und Atomgegner sowie als unorthodoxer Soziologe der Arbeitswelt hat André Gorz in gut zwanzig Büchern seine Ideen entfaltet. Als einer der Ersten forderte er ein »bedingungsloses« Grundeinkommen. Vollständig wird das Bild dieses außergewöhnlichen Mannes allerdings erst, wenn man seine Biographie in den Blick nimmt, in der sich der drangsalierte österreichische »Halbjude« im Schweizer Exil zum frühen Weggefährten Jean-Paul Sartres entwickelte. Er beflügelte als stellvertretender Chefredakteur des »Nouvel Observateur« die Debatten der Pariser Intellektuellen, blieb unter ihnen aber gleichzeitig immer ein Außenseiter. Der Band enthält in Deutschland noch nie erschienene, erstmalig übersetzte Texte von André Gorz über Arbeit, Medizin und Technik ebenso wie biographische Informationen und kritische Würdigungen von Constanze Kurz, Otto Kallscheuer, Claus Leggewie, Petra Gehring, Sarah Speck, Karena Kalmbach, Wolfgang Stenke und Stephan Lessenich, deren eigenes Denken und Handeln stark von ihm beeinflusst sind oder die sich neuerlich von ihm inspirieren lassen.

 

Info

Leggewie, Claus: André Gorz und die zweite Linke . Erschienen 2017 im Klaus Wagenbach Verlag. 176 Seiten.

ISBN: 978-3-8031-2785-3


Claus Leggewie

Politische Zeiten

 

Politische Autobiografie und deutsche Zeitgeschichte:

In Claus Leggewies Autobiografie spiegelt sich der Lebenslauf vieler Altersgenossen: kosmopolitisch, ökologisch engagiert, querdenkend haben sie Deutschland entscheidend mitgeprägt. In der Schilderung von Schlüsselszenen setzt sich etwas zusammen, das im Rückblick gern Entwicklung genannt wird, das er allerdings auch von Zufällen, Brüchen und Gefährdungen geprägt sieht. Da spürt der Kölner Junge plötzlich die Nähe der NS-Vergangenheit und begreift durch einen Blumenstrauß im Rinnstein eines Pariser Nobelviertels die Gewalt der Macht. 1968 betrachtet er von der Seitenlinie, seither macht er als Beobachter und Berater gelegentlich selbst Politik. Reisen führen in alle Kontinente, Begegnungen mit Menschen, Ideen, Weltanschauungen werden aufgeschrieben. Leggewie vergewissert sich der Erinnerungsspuren des eigenen Lebens und einer Generation, mit der sich fast alles änderte. So sind diese Erinnerungen auch ein spannendes Stück gelebte Zeitgeschichte.

 

Info

Leggewie, Claus: Politische Zeiten: Beobachtungen von der Seitenlinie. Erschienen 2015 im Bertelsmann Verlag. 480 Seiten.

ISBN: 978-3-5701-0200-8


Claus Leggewie, Bärbel Beinhauer-Köhler

Moscheen in Deutschland

 

Moscheen in Deutschland sind meist in Hinterhöfen oder Gewerbegebieten versteckt. Seit einigen Jahren werden aber auch repräsentative Moscheen gebaut. Heftige Konflikte sind die Folge. Was für die einen religiöse Heimat und Ausdruck eines neuen Selbstbewußtseins ist, macht den anderen Angst. Dieses Buch will zur Versachlichung der Debatte beitragen und Lösungswege aufzeigen. Bärbel Beinhauer-Köhler blickt auf die mehr als 200jährige Geschichte von Moscheen in Deutschland zurück. Sie erläutert die Funktion von Bauelementen und beschreibt das Alltagsleben in Moscheen. Der muslimische Architekt Alen Jasarevic erzählt von seinen Erfahrungen mit einem Moscheebau in Bayern. Claus Leggewie schließlich betrachtet die jüngsten Konflikte genauer: Worum geht es den Beteiligten wirklich? Was sollte bei Moscheebauten beachtet werden, um einen Kampf der Kulturen in unseren Städten zu vermeiden? Moscheen sind zur Nagelprobe für die Integration von Muslimen geworden. Wer sich für den Islam in Deutschland interessiert, sollte zu diesem Buch greifen.

 

Info

Leggewie, Claus/ Beinhauer-Köhler, Bärbel: Moscheen in Deutschland: Religiöse Heimat und gesellschaftliche Herausforderung. Erschienen 2009 im C.H. Beck Verlag. 240 Seiten.

ISBN: 978-3-4065-8423-7


Claus Leggewie (Hrsg.)

Global Pop

 

„Global Pop“ beschreibt in mehr als vierzig Beiträgen das Phänomen "Weltmusik" in seiner ganzen Breite, ordnet es historisch ein und schließt es an aktuelle kulturwissenschaftliche Diskussionen an. Das Buch führt in zentrale Begriffe ein und bietet eine anschauliche Beschreibung von charakteristischen Akteuren und musikalischen Genres. Neben den Künstlern gilt das Interesse auch exemplarischen Figuren, die für die Vermittlung von Weltmusik stehen. Darüber hinaus sind die kulturpolitischen sowie musikwirtschaftlichen Infrastrukturen von Weltmusik in Deutschland Thema. Auch der Name “Weltmusik” wird aus verschiedenen Perspektiven diskutiert, problematisiert und inklusive aktueller Entwicklungen einer “Weltmusik 2.0” verstanden, die durch Digitalisierung und Online-Kommunikation geprägt ist.

 

Info

Leggewie, Claus (Hrsg.)/Meyer, Erik (Hrsg.): Global Pop: Das Buch zur Weltmusik. Erschienen 2017 im J.B. Metzler Verlag. 392 Seiten.

ISBN: 978-3-4760-2636-1

Nicht bei THALIA erhältlich



Claus Leggewie, Anne Lang

Der Kampf um die europäische Erinnerung

 

Was hält Europa zusammen – der reichste Binnenmarkt der Welt, eine starke Währung, die Freizügigkeit seiner Bevölkerung – oder eine geteilte Geschichte? Vier von zehn EU-Bürgern sind Euro-Skeptiker, die in Umfragen bekunden, die Europäische Union sei eine schlechte Sache. Wer die europäische Identität stärken möchte, so die These von Claus Leggewie, der wird die Erörterung und Anerkennung der strittigen Erinnerungen genauso hoch bewerten müssen, wie Vertragswerke, Währungsunion und offene Grenzen. In diesem Buch analysiert er die europäische Erinnerungslandschaft und besucht Erinnerungsorte, an denen sich die aktuellen Geschichtskonflikte verdeutlichen lassen. Dabei steht die europäische Peripherie im Mittelpunkt, das Baltikum, die Ukraine, Jugoslawien, die Türkei, aber auch die europäische Kolonialvergangenheit und die Geschichte der Migranten. Auf diese Weise wird deutlich, wie weit noch der Weg ist zu einem im doppelten Wortsinne geteilten europäischen Geschichtsbewusstsein.

 

Info

Leggewie, Claus/ Lang, Anne: Der Kampf um die europäische Erinnerung: Ein Schlachtfeld wird besichtigt. Erschienen 2011 im C.H. Beck Verlag. 224 Seiten.

ISBN: 978-3-4066-0584-0


Claus Leggewie

Mut statt Wut

 

Die Bürger sind wütend: mangelhaftes Krisenmanagement bei Umweltkatastrophen und Bankencrash oder die selbstherrlichen Entscheidungen der Politik bei Großprojekten wie Stuttgart 21 sorgen für lautstarken Unmut. Die Menschen bezweifeln, dass die gewählten Volksvertreter ihr Handwerk wirklich so viel besser verstehen als jene, die sie gewählt haben.
Claus Leggewie analysiert die Beziehung zwischen der Zivilgesellschaft und den klassischen politischen Institutionen. Er zeigt, worin die Potenziale der 'Wutbürger' für Politik und Demokratie bestehen, wie Bürger und Politiker zu neuer Verantwortung finden. Denn auch freiheitliche Gesellschaften stehen vor der Herausforderung, ihre Zukunftsblindheit zu überwinden und ernsthaft Verantwortung für Freiheit und Ökologie wahrzunehmen. Je demokratischer die Welt wird und je innovativer die bestehenden Demokratien agieren, desto eher werden globale Kooperationen möglich, die Antworten auf die drängenden Fragen finden und kommenden Generation im Süden wie im Norden eine faire Chance guten Lebens bieten.

 

Info

Leggewie, Claus: Mut statt Wut: Aufbruch in eine neue Demokratie. Erschienen 2010 bei der Edition Körber. 210 Seiten.

ISBN: 978-3-8968-4084-4