Der Kindle Paperwhite im buchteufel -Test

Testzeitraum: Dezember 2017,

Veröffentlicht am 09. Jänner 2018

 

Nie mehr ohne Bücher! Mit diesem Spruch bewirbt Amazon sein aktuelles Kindle Modell 2015/16, dass im Juni 2015 vorgestellt wurde. Der handliche eReader trat damit die Nachfolge des Paperwhite 2 (Modell 2013/14) an. Gleich vornweg: Die große Stärke ist das gestochen scharfe Display. Die Auflösung beträgt 1448 x 1072 Pixel und entspricht damit einer Pixeldichte von 300 ppi, im Druck werden mit dieser Pixeldichte Großplakate gedruckt – das kann was und sieht aus wie gedruckt.

 

Auch die Beleuchtung des Paperwhite zählt zu seinen Stärken und erhöht den Lesekomfort ungemein. Durch die angenehm warme Farbtemperatur des Lichts, lesen sich e-books wie unter einer Glühbirne am offenen Kamin. Durch das Software-Update im Februar 2016 hat sich angeblich auch die Bedienung des Gerätes verbessert, was uns natürlich nicht aufgefallen ist, da wir das Testgerät nur im Dezember 2017 zur Verfügung hatten. Zu den wichtigsten Verbesserungen gehören die neue Schriftart Bookerly, die ideal für das hochauflösende Display sein soll, die Silbentrennung, sowie Ligaturen und Initialenunterstützung und Unterschneidungen.

 

Die Haptik des Gerätes ist sehr angenehm, es ist nicht zu schwer, aber auch nicht zu leicht – ja wir finden, dass ein eReader auch zu leicht sein kann! Mit dem Kindle Voyage und dem Kindle Oasis bietet Amazon drei Modelle mit derselben hochwertigen Displaytechnik an – der Paperwhite ist unter diesen der preislich günstigste beleuchtete eReader. Die beiden anderen, teuereren Geräte haben natürlich Features, mit denen der Paperwhite nicht punkten kann, wie z.B die automatische Helligkeitsanpassung oder die plane Gehäusefront, wie man sie von Tablets kennt. Aber das Preis-Leitungsverhältnis ist der große Pluspunkt des Kindle Paperwhite, der zum Zeitpunkt des Produkttests um 119,99 Euro zu haben war.

 

Die Möglichkeiten die den Lesern durch einen eReader geboten werden muss man mögen. Hier möchten wir einen kurzen Überblick über die besonderen Möglichkeiten geben, die man mit einem Kindle Paperwhite genießen kann, oder die man ohnehin nicht braucht:

 

  • mit der Smart-Lookup-Funktion ist man mit X-Ray und Wikipedia verbunden und kann auf unzählige Zusatzinformationen zu Figuren, Schauplätzen und Anderes zugreifen.

  • Mit Word Wise kann man einfach neue englische Wörter lernen. Kurze und simple Definitionen erscheinen automatisch über komplizierten Begriffen.

  • Wörter die man im Wörterbuch nachschlägt, werden automatisch in den Vokabeltrainer aufgenommen.

  • Durch die Whispersync – Technologie werden alle Geräte synchroniesiert und wissen, wo man zu lesen aufgehört hat.

  • Es stehen acht verschiedene Schirftgrößen zur Auswahl – da sollte eigentlich was dabei sein.

  • Man kann zwei Amazon – Konten miteinander verknüpfen und so eine Art Familienbibliothek erstellen.

  • X-Ray erleichtert es die Struktur eines Buches zu erforschen, z.B. kann man sich damit alle Textpassagen anzeigen lassen in denen bestimmte Inhalte vorkommen.

  • Mit der Funktion „Time to read“ kann man sich beim Lesen informieren, wie lange man für das aktuelle Kapitel noch brauchen wird – das Feature orientiert sich dabei an der eigenen durchschnittlichen Lesegeschwindigkeit.

  • Durch die Verbindung mit dem Bing – Translator kann man sich beliebige Textpassagen in andere Sprachen wie Englisch, Spanisch oder Japanisch übersetzen lassen.

 

Ein weiterer Vorteil des Paperwhite ist seine lange Akkulaufzeit. Bei einer halben Stunde Lesezeit pro Tag hält eine Akkuladung bis zu sechs Wochen.

 

eBook AnfängerInnen werden mit den vielen Möglichkeiten vielleicht sogar überfordert sein. Bei unserem Testversuch hatten wir einige Startschwierigkeiten beim Einrichten des Geräts. Dabei muss man Einiges beachten. Erster Schritt: Man sollte gleich vorweg kontrollieren, ob das WLAN im Haus in Betrieb ist. ;-)

 

Auch die Riesenauswahl an potenziellem Lesematerial ist auf den ersten Blick einschüchternd – wer ansonsten stundenlang durch ein Buchgeschäft wandern kann, bis er etwas passendes gefunden hat, sollte auch hier ein „wenig“ Zeit einplanen. Wer beim Lesen regelmäßig kurz oder länger einschläft, sollte sich nicht darüber wundern, dass das eBook danach immer noch auf derselben Seite „aufgeschlagen“ ist – das Display ist ziemlich empfindlich und kann sich bei unabsichtlicher Berührung schon Mal ein paar Seiten weiterblättern. Die Empfindlichkeit des Touchscreens hat im Wachmodus ja auch durchaus seine Vorteile.

 

Mit seinen 4GB Speicherplatz, den Farboptionen Schwarz oder Weiß, der Kaufoption WLAN mit oder ohne 3G und seinen 205 (oder 217 Gramm/ mit 3G) ist man mit dem Paperwhite auf jeden Fall gut bedient. Als alter Buchfetischist muss man sich halt erst einmal daran gewöhnen. Alte eReader Hasen, werden mit dem Gerät von Anfang an ihre Freude haben. Klare Kaufempfehlung für Einsteiger und Fortgeschrittene, die auch ein wenig auf ihre Geldbörse schauen!

9 von 10 Höllenfeuerchen

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